Intrinsische Motivation meint die freudvolle und ausdauernde Aktivierung einer Handlung durch den Handlungsvollzug selbst. Wenn Menschen intrinsisch motiviert sind, handeln sie wegen des des Spaßes oder derHerausforderung, die mit dem eigenen Tun verbunden ist, und nicht wegen Druck oder Belohnungen.

Die intrinsische Motivation ist bei Kleinkindern deutlich sichtbar, die konsequent versuchen, neue Gegenstände zu greifen, zu werfen, zu beißen, zu quetschen oder zu schreien.

Auch wenn sie während ihres Wachstums weniger wichtig sind, sind menschliche Erwachsene immer noch oft untrennbar motiviert, während sie Kreuzworträtsel spielen, malen, Gartenarbeit betreiben oder einfach nur Romane lesen oder Filme ansehen. Um jedoch ein klareres Bild der intrinsischen Motivation zu erhalten, muss man verstehen, dass sie im Gegensatz zur extrinsischen Motivation definiert wurde:
Extrinsische Motivation ist ein Konstrukt, das sich immer dann bezieht, wenn eine Aktivität durchgeführt wird, um ein trennbares Ergebnis zu erzielen. Extrinsische Motivation steht also im Gegensatz zu intrinsischer Motivation, die sich darauf bezieht, eine Aktivität nur zum Vergnügen der Aktivität selbst durchzuführen, und nicht zu ihrem instrumentellen Wert. (Ryan und Deci, 2000)

Wir sehen, dass ein zentrales Merkmal, das intrinsische und extrinsische Motivation unterscheidet, die Instrumentalisierung ist. Wir sehen auch, dass die Konzepte der intrinsischen und extrinsischen Motivationen eine andere Unterscheidung bilden als die zwischen internen und externen Motivationen. In der Computerliteratur wird „intrinsisch“ manchmal als Synonym für „intern“ und „extrinsisch“ als Synonym für „extern“ verwendet. Doch es ist in der Tat eine Verwirrung. Tatsächlich gibt es extrinsische Motivationen, die intern sein können und umgekehrt. Tatsächlich gibt es verschiedene Arten von Instrumentalisierungen, die als mehr oder weniger selbstbestimmt eingestuft werden können (Ryan und Deci, 2000). Lassen Sie uns Beispiele nennen, um es deutlicher zu machen.

Was macht eine Aktivität intrinsisch motivierend?
Angesichts dieser breiten Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation haben Psychologen versucht, Theorien darüber zu entwickeln, welche Merkmale von Aktivitäten sie für einige Menschen (und nicht alle) zu bestimmten Zeiten intrinsisch motivierend machen (dieselbe Aktivität könnte für eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber nicht mehr später). Sie haben untersucht, wie diese Motivationen funktionell in einem Organismus, insbesondere dem Menschen, umgesetzt werden können, und es wurden mehrere theoretische Richtungen vorgestellt.
Antriebe zum Manipulieren, Antriebe zum Erkunden. In den 1950er Jahren begannen Psychologen damit, auf der Grundlage der Theorie der Triebe (Hull, 1943), die spezifische Gewebedefizite wie Hunger oder Schmerz sind, die die Organismen zu reduzieren versuchen, über intrinsische Motivation und explorative Aktivitäten zu berichten. Zum Beispiel (Montgomery, 1954) schlug einen Antrieb für die Erforschung und (Harlow, 1950) einen Antrieb zur Manipulation vor. Dieser Drive-Naming-Ansatz hatte viele Mängel, die von White (1959) ausführlich kritisiert wurden: Eigenmotivierte explorative Aktivitäten haben eine grundsätzlich andere Dynamik. Tatsächlich sind sie nicht homöostatisch: Die allgemeine Tendenz zur Erforschung ist keine verbindliche Reaktion auf eine stressige Störung des Körpers des Organismus.
Reduzierung der kognitiven Dissonanz. Einige Forscher schlugen dann eine andere Konzeptualisierung vor. Festingers Theorie der kognitiven Dissonanz (Festinger, 1957) behauptete, dass Organismen motiviert sind, Dissonanzen zu reduzieren, was die Inkompatibilität zwischen internen kognitiven Strukturen und den aktuell wahrgenommenen Situationen ist. Fünfzehn Jahre später wurde von Kagan eine verwandte Sichtweise artikuliert, die besagt, dass eine primäre Motivation für den Menschen die Reduzierung der Unsicherheit im Sinne der „Inkompatibilität zwischen (zwei oder mehr) kognitiven Strukturen, zwischen kognitiver Struktur und Erfahrung oder zwischen Strukturen und Verhalten“ ist (Kagan, 1972). Diese Theorien wurden jedoch mit der Begründung kritisiert, dass viel menschliches Verhalten auch dazu dienen soll, die Unsicherheit zu erhöhen und nicht nur zu reduzieren. Der Mensch scheint nach einigen Formen der Optimalität zwischen völlig ungewissen und völlig bestimmten Situationen zu suchen.
Optimale Inkongruenz. 1965 entwickelte Hunt die Idee, dass Kinder und Erwachsene nach einer optimalen Inkongruenz suchen (Hunt, 1965). Er betrachtete Kinder als Informationsverarbeitungssysteme und erklärte, dass interessante Reize diejenigen seien, bei denen es eine Diskrepanz zwischen dem wahrgenommenen und dem Standardniveau der Reize gebe. Denn, Dember und Earl, die Inkongruenz oder Diskrepanz in intrinsisch motivierten Verhaltensweisen lag zwischen den Erwartungen einer Person und den Eigenschaften des Reizes (Dember und Earl, 1957). Berlyne entwickelte ähnliche Vorstellungen, da er feststellte, dass die lohnenswertesten Situationen diejenigen mit einem mittleren Neuheitsgrad waren, zwischen bereits bekannten und völlig neuen Situationen (Berlyne, 1960).
Motivation für Wirkung, persönliche Kausalität, Kompetenz und Selbstbestimmung. Schließlich zog eine letzte Gruppe von Forschern das Konzept der Herausforderung dem Begriff der optimalen Inkongruenz vor. Diese Forscher erklärten, dass das, was das menschliche Verhalten antreibt, eine Motivation für die Wirkung (Weiß, 1959), persönliche Kausalität (De Charms, 1968), Kompetenz und Selbstbestimmung ist (Deci und Ryan, 1985). Im Grunde genommen argumentieren diese Ansätze, dass das, was die Menschen motiviert, der Grad der Kontrolle ist, den sie über andere Menschen, externe Objekte und sich selbst haben können, oder mit anderen Worten, die Menge der effektiven Interaktion. Analog dazu wurde das Konzept der optimalen Herausforderung vorgestellt, wie zum Beispiel in der Theorie des „Flow“ (Csikszentmihalyi, 1991).

Dieser Beitrag basiert teilweise auf der folgenden Publikation und steht unter einer offenen Lizenz (cc by): Oudeyer P-Y and Kaplan F (2007). What is intrinsic motivation? A typology of computational approaches. Front. Neurorobot. 1:6. doi: 10.3389/neuro.12.006.2007

Wie kann ich meine Mitarbeitenden intrinisch motivieren?

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